Für die VOLKSWOHNUNG GmbH entstand in Karlsruhe-Durlach eine Mehrfamilienhausbebauung mit insgesamt 52 Wohnungen (2–5 Zimmer). Das Projekt richtet sich insbesondere an junge Familien und leistet einen qualitätsvollen Beitrag zum geförderten Wohnungsbau im städtischen Kontext.
Die jeweils zweigeschossigen Hausgruppen mit prägnanten Satteldächern sind dreiseitig um zwei geschützte Wohnhöfe organisiert. Durch diese klare städtebauliche Setzung entstehen ruhige, begrünte Aufenthaltsbereiche mit hoher sozialer Qualität, die sich bewusst von der nahegelegenen Autobahn abwenden. Die hofartige Struktur stärkt die Nachbarschaft und schafft identitätsstiftende Freiräume.
Architektonisch prägend ist die zeitgemäß interpretierte Dachlandschaft: Mit Betondachsteinen eingedeckte Satteldächer ohne Dachüberstand, präzise gesetzte Dacheinschnitte für die Loggien der Dachgeschosswohnungen sowie in verzinktem Stehfalzblech ausgeführte Dachgauben gliedern das Gesamtbild und verleihen der Anlage einen eigenständigen Charakter.
Ein zentrales Qualitätsmerkmal sind die „durchgesteckten“ Wohnungsgrundrisse. Jede Einheit verfügt über eine zweiseitige Orientierung – zum Straßenraum und zum ruhigen Innenhof. Diese effiziente Organisation sorgt für optimale Belichtung, natürliche Querlüftung und eine hohe Wohnqualität. Großzügige, bodentiefe Verglasungen in den Aufenthaltsbereichen verstärken die Offenheit und Transparenz der Grundrisse.
Die wirtschaftlich klar strukturierte Zonierung ermöglicht eine kostenbewusste Realisierung bei gleichzeitig hoher räumlicher Qualität – ein entscheidender Faktor im geförderten Wohnungsbau. Terrassen, Balkone und Dachloggien sind konsequent zu den begrünten Innenhöfen ausgerichtet und bilden private Rückzugsorte mit geschützter Atmosphäre.
Ein technisches Alleinstellungsmerkmal ist die zum Zeitpunkt der Realisierung deutschlandweit größte Indach-Photovoltaikanlage mit Solarziegeln. Die Anlage integriert sich flächenbündig in die Dachhaut aus Betondachsteinen und verbindet energetische Effizienz mit gestalterischer Stringenz. Damit wird die baurechtlich geforderte Nutzung erneuerbarer Energien nicht nur erfüllt, sondern architektonisch überzeugend umgesetzt.
Der Neubau des Mehrfamilienhauses in der Weinheimer Nordstadt gliedert sich in ein Vorderhaus, ein Hinterhaus und einen verbindenden Mittelbau (Remise).
Das Vorderhaus nimmt zwei großzügige Maisonettewohnungen im Obergeschoss sowie eine ebenerdige Mehrfachgarage auf. Im Hinterhaus befindet sich eine barrierefreie Wohnung im Erdgeschoss und zwei kompaktere Maisonetten darüber. Der verbindende Baukörper beherbergt die Laubengangerschließung sowie Technik- und Nebenräume.
Alle Gebäudeteile gruppieren sich um einen gemeinschaftlichen, begrünten Innenhof, der das Ensemble räumlich und atmosphärisch zusammenführt.
Die gereihte Struktur mit dreiseitiger Grenzbebauung interpretiert die historische Bebauung des Grundstückes – bestehend aus Vorderhaus, Mittelbau und rückwärtiger Scheune neu. Die Natursteinmauern der Scheune wurden bis zu einer Höhe von rund 2,7 Metern erhalten und fassen heute den geschützten Gartenhof. Auch der historische Gewölbekeller blieb bewahrt und ist weiterhin vom Garten aus zugänglich.
Die neue Bebauung fügt sich mit einer klaren Architektursprache maßstäblich in die kleinteilige Umgebung ein und nimmt mit ihren Materialien Bezug auf den Ort. Warme, strukturierte Oberflächen – Holzlamellen, Besenstrichputz – sowie natürliche Baustoffe wie gebrauchtes Natursteinpflaster, Bruchsteinmauern und Holzbauteile schaffen in Verbindung mit den begrünten Freiflächen eine ruhige, wohnliche Atmosphäre.
Zwei Hauszeilen, die sich in einem leichten Schwung der Rheinbergstraße anschmiegen, nehmen 25 Mietwohnungen und unterkellert durch eine Tiefgarage auf.
Aus der Gesamtform haben sich durch ihre Satteldächer fünf Mehrfamilienhäuser heraus. Die dazwischenliegenden Flachdachbereiche, die die Gesamtfigur gliedern, werden als Dachterrassen genutzt. Zwischen den beiden Hauszeilen nimmt ein durchgeschobener Hof die Tiefgaragenabfahrt auf.
Die großflächige Fassade des Ensembles wird durch unterschiedliche Fenstermodule, die ihre Logik aus der inneren Raumfunktion ableiten, gegliedert.
Die Wohnbereiche sind nach außen durch eingerückte, nahezu vollständig verglaste Nischen ablesbar. Die Treppenhäuser mit den Hauseingängen sind durch eine stehende, nahezu fassadenbündige Festverglasung und ein l-förmiges Sichtbetonelement als Vordach akzentuiert. Ergänzt durch stehende Fensterformate als Lochfenster für die Schlafräume wird die horizontal ausgerichtete Fassade durch vertikal Linien rhythmisiert.
Die Wohnungen organisieren sich intern über eine zur Straße parallel verlaufende Erschließungsachse, von der aus die Individualräume zu beiden Seiten erschlossen werden. Das prägende Element jeder Wohnung ist der durchgesteckte Wohn-/Ess-, Kochbereichen, der durch die gleichzeitige Belichtung aus Nord- und Südrichtung zu einer lichtdurchfluteten großzügigen Atmosphäre bei einem wirtschaftlich optimierten Grundriss führt.
Kostenoptimiertes Bauen und damit günstige Mieten mit hoher Wohnqualität zu verbinden war das gemeinsame Ziel von Bauherr und Architekten.
Direktbeauftragung nach Wettbewerbserfolg: „Knielingen 2.0“ – 3. Platz
Im Jahr 1920 erbaut, wirkt die Bebauung seit rund 100 Jahren gemeinsam mit dem „Schwestergebäude“ (Ma-Str. 22-24) als Ensemble prägend auf den Weinheimer Stadtraum und insbesondere auf die Stadteinfahrt über die Mannheimer Straße. Neben der städtebaulich markanten und der Mannheimer Straße folgenden Figur, sind es insbesondere die zahlreichen baulichen Details die als bauhistorisch wertvoll erachtet werden können. Hierzu zählen u.a. die schmuckvollen Sandsteinarbeiten in Form von Gesimsen oder Tür- und Fenstereinfassungen aber auch die originalen Terrazzoböden und massiven Blockstufentreppen sowie untersichtig ornamentierte Treppenpodeste in den Treppenhäusern. Die klassische Organisation der Gebäude-/ Grundrissstruktur mit einheitlichen Zimmergrößen und /-zuschnitten ermöglicht eine zeitgemäße Zonierung der Wohnungen. Die für heutige Anforderungen unterdimensionierten Bäder wurden mittels maßvoller Eingriffe räumlich erweitert und nach der Sanierung in insgesamt zehn Wohnungen den Anforderungen an eine barrierefreie Nutzung entsprechen.
Der Einbau eines Aufzuges in Haus 16 ermöglicht auf fünf Geschossen die barrierefreie Erschließung von ebenfalls insgesamt zehn Wohnungen, was mehr als 1/3 aller Wohnungen entspricht.
Die Wiederherstellung von vier 1- 2-Zi. Wohnungen im Gartengeschoss, welche zuletzt nicht mehr genutzt wurden, trägt der starken Nachfrage nach preiswertem Wohnraum Rechnung, erweitert den bestehenden Wohnungsmix durch kleine Wohnungen auf insgesamt 28 Wohnungen im geförderten Wohnungsbau und sorgt für eine wirtschaftliche Optimierung der Gesamtmaßnahme.
Das Zweifamilienhaus am Hang in Weinheim-Lützelsachsen gliedert sich durch die klassische Dachform des Walmdachs stimmig in die umliegenden Villenbebauung ein. Durch die Ausführung ohne Dachüberstand und den strengen klaren Baukörper wird der Gebäudetypus in die Gegenwart transformiert. Über Eck gesetzte Gebäudeeinschnitte sowie ein markanter Dacheinschnitt formen private Freibereiche auf jeder Ebene.
Die Fassade erhält durch einen Hell-Dunkel Kontrast und stehende Fensterformate ein elegantes Erscheinungsbild.
Zwei übereinander gestapelte Maisonettwohnungen – bestehend aus einer Wohn- und einer Schlafetage – werden jeweils durch eine innenliegende Treppe erschlossen. Die offenen Wohnbereiche sowie die Hauptschlafzimmer orientieren sich zur Gartenseite.
Das Mehrfamilienhaus in Weinheim-Lützelsachsen gliedert sich in zwei punktförmige Gebäude, die durch eine Glasfuge miteinander verbunden sind. Über ein gemeinsames Treppenhaus mit Aufzug werden insgesamt fünf Dreizimmerwohnungen erschlossen. Beide Häuser sind aufgrund der topografischen Situation um ein halbes Geschoss höhenversetzt, was zu einer Spannung in der Volumenabfolge führt. Die sehr flach geneigten Zeltdächer in Stehfalzdeckung und ohne Dachüberstand stellen eine zeitgemäße Interpretation der klassischen Dachform dar, die aus schräger Perspektive beinahe wie ein Flachdach wirkt.
Großformatige raumhohe Fensterflächen mit dunklem Rahmen kontrastieren mit den zusammenhängenden weißen Putzflächen.
Jede Wohnung erhält einen überdachten und damit geschützten Freibereich als Einschnitt in das Gebäudevolumen an den Hausecken. Der Verzicht auf sämtliche Anbauten und überflüssige Ornamente unterstreicht die klare Volumensetzung.
Insgesamt 22 Zweifamilienhäuser (44 Wohneinheiten) als klar gegliederte Hauszeilen unterschiedlicher Längen nehmen die Körnung des vorhandenen Wohngebietes auf. Mittels Dacheinschnitten in je zwei Zweifamilienhauseinheiten aufgeteilt, umschließen insgesamt fünf Hauszeilen einen großzügigen begrünten Innenbereich. Ein vielfältiger Wohnungsmix aus frei finanzierten und geförderten Wohnungen fördert die soziale Durchmischung. Das Prinzip des „Durchwohnens“ mit durchgesteckten Wohn-/Ess-, Kochbereichen prägt die lichtdurchfluteten Wohnungen. Kostenoptimiertes Bauen mit hoher Energieeffizienz (Fernwärme) mit hoher Wohnqualität zu verbinden war das Ziel von Bauherrschaft und Architekten.
Direktbeauftragung nach Wettbewerbserfolg: „Knielingen 2.0“ – 3. Platz
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